Die Loge zum Füllhorn ist die älteste Freimaurerloge Lübecks. 1772 gegründet, war sie der Ausgangspunkt für das freimaurerische Leben der Hansestadt — aus ihr ging wenige Jahre später die Loge zur Weltkugel hervor, und bis heute prägt sie das Logenhaus an der St.-Annen-Straße mit. Ihre Geschichte ist über zweihundertfünfzig Jahre alt und reicht von der bürgerlichen Aufklärung über den Bruch der NS-Zeit bis zur Wiederbegründung nach 1945.
Eckdaten der Loge zum Füllhorn
- 1772
Gründung (zunächst als „Zum Fruchthorn“). Älteste Freimaurerloge Lübecks; Eintragung Zinnendorfs in die Ordensmatrikel als Nr. 12.
- 1779
Mutterloge der Loge zur Weltkugel; Ursprung der Lübecker Logenlandschaft.
- 1789
An der Gründung der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit beteiligt.
- 1861
Bezug des eigenen Hauses an der St.-Annen-Straße (4. Dezember).
- 1935
Lichtlöschung und Verbot; die Loge wird wie alle deutschen Logen aufgelöst.
- 1945/46
Erste reaktivierte Loge Deutschlands nach dem Krieg (offiziell wieder zugelassen am 21. Dezember 1946).
- 2012
Das Logenhaus wird zum besonderen Kulturdenkmal ernannt.
Wer tiefer eintauchen möchte, findet die Geschichte des Logenhauses an der St.-Annen-Straße und Porträts einzelner Persönlichkeiten auf den weiterführenden Seiten.
