Ordenszeichen Johannisloge Zum FüllhornZum Füllhorn

Der Weg zu uns

Voraussetzungen

Geöffnete historische Holztür in einer Backsteinfassade
„Die Tür ist offen — den Schritt tut jeder selbst.“

Wer den Weg in unsere Loge sucht, soll wissen, worauf er sich einlässt — und was wir von ihm erwarten. Die Freimaurerei stellt keine hohen äußeren Hürden. Die eigentlichen Voraussetzungen liegen im Inneren.

Ein freier Mann von gutem Ruf

Die Johannisloge nimmt Männer auf, die in geordneten Lebensverhältnissen stehen und bereit sind, Verantwortung für sich und andere zu tragen. Es kommt nicht auf Herkunft, Beruf oder Vermögen an, sondern auf den Charakter — auf Aufrichtigkeit, Verschwiegenheit und den ernsten Willen, an sich selbst zu arbeiten.

Aufgenommen werden kann grundsätzlich, wer das 21. Lebensjahr vollendet hat. Wir empfehlen den Weg in die Freimaurerei jedoch meist erst ab dem mittleren Mannesalter. Die Arbeit an sich selbst setzt eine gewisse Lebenserfahrung voraus — und sie braucht Raum in einem Leben, das nicht mehr ganz am Anfang steht. Wer einige Jahre im Beruf und im Leben gestanden hat, bringt für unseren Weg oft das beste Rüstzeug mit.

Der Glaube an Gott

Unser Orden setzt den Glauben an Gott voraus. Das ist keine Formsache, sondern die Grundlage, auf der unsere Arbeit überhaupt erst Wirkung entfalten kann.

Dabei erwarten wir nicht, dass dieser Glaube von Anfang an gefestigt und fertig ist. Viele Brüder — auch solche, die heute fest in ihrem Glauben stehen — sind anfangs eher offen und fragend zu uns gekommen. Der freimaurerische Weg selbst lässt diesen Glauben wachsen, auf sehr persönliche Weise und oft tiefer, als man es zu Beginn für möglich gehalten hätte. Was wir voraussetzen, ist also keine fertige Gewissheit, sondern die aufrichtige Offenheit, sich auf diese Suche einzulassen.

Den Leitstern unserer Arbeit finden wir in der Lehre Jesu, wie sie in der Bibel überliefert ist. Sie ist uns Orientierung und Grundlage für die Arbeit am eigenen Selbst. Wir nehmen ihren Inhalt als Leitgedanken für den eigenen Weg — wir beanspruchen aber nicht, ihn für andere auszulegen oder zu lehren. Eine Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft ist dafür nicht erforderlich. Was zählt, ist die ehrliche Bereitschaft, sich Gott zu öffnen und diesem Leitstern zu folgen.

Die Bereitschaft, den Weg zu gehen

Niemand kommt fertig zu uns. Die Freimaurerei ist kein Wissen, das man erwirbt, sondern ein Weg, den man geht. Wer bereit ist, Fragen an sich selbst zuzulassen, Gewohntes zu prüfen und sich auf eine lebenslange Arbeit einzulassen, bringt die wichtigste Voraussetzung mit.

Eine Entscheidung, die niemand allein treffen muss

Ob die Freimaurerei der richtige Weg für Sie ist, lässt sich nicht an einer Liste ablesen. Es ist immer eine sehr persönliche Entscheidung. Genau deshalb sprechen wir gern mit jedem, der ernsthaft interessiert ist — in Ruhe, ohne Verpflichtung, um gemeinsam herauszufinden, ob dieser Weg für Sie der richtige ist.